Chambord und Natura 2000

Die Domaine National de Chambord gehört dem europäischen Naturschutz-Netzwerk NATURA 2000 an.
Erlass vom 7. März 2006 zur Ausweisung als Natura 2000-Gebiet / besonderes Schutzgebiet (SPA) im Rahmen der Vogelschutz-Richtlinie.
Erlass vom 13. April 2007 zur Ausweisung als Natura 2000-Gebiet / besonderes Erhaltungsgebiet (SAC) im Rahmen der FFH-Richtline.
Der zusammenhängende Verbund dieser SPA- und SAC-Gebiete bildet das Schutzgebietnetz Natura 2000.
Das vorrangige Ziel dieser beiden Richtlinien ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt unter gleichzeitiger Berücksichtigung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, kultureller und regionaler Anforderungen.
Die eingetragene Fläche umfasst 4694 ha (der insgesamt 5440 ha der Domäne). Der Aufenthalt bemerkenswerter Vögel – nistende Arten wie auch Zugvögel – rechtfertigt die Einstufung als besonderes Erhaltungsgebiet. Zu den bedeutendsten Arten zählen:
- Fischadler 6 Paare
- Schlangenadler 3 Paare
- Zwergadler 2 Paare
- Habicht 4 Paare
- Wespenbussard
- Eisvogel
- Nachtschwalbe
- Schwarz-, Grau- und Mittelspecht
- Heidelerche
- Provencegrasmücke
- Neuntöter
Die Vielfalt der natürlichen Lebensräume wie Feuchtgebiete, Moore, Heidekrautflächen und alte Eichenwälder rechtfertigt ihrerseits die Eintragung als besonderes Erhaltungsgebiet.
Zu den bemerkenswertesten Arten zählen:
- Fledermäuse: Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, großes Mausohr, große Hufeisennase
- Kammmolch
- Helm-Azurjungfer (Libelle)
- Luronim natans oder schwimmendes Froschkraut (Wasserpflanze)
- Rundblättriger Sonnentau (fleischfressende Wasserpflanze)
2008/2009 werden Naturstudien durchgeführt, anhand derer die Managementpläne mit den Zielvorgaben (DOBOC) erarbeitet werden können.
Die Managementpläne geben die Richtlinien für das Naturmanagement auf der Domaine Nationale de Chambord in Abstimmung mit der Forstplanung vor.
